Familie Nidermayer gratulierte Reinhold Binder und Peter Spitzhirn: Sie kamen als junge Burschen ins Unternehmen.
Reinhold Binder und Peter Spitzhirn haben ein ganz besonderes Verhältnis zur Zeit. Schließlich arbeiten sie schon lange mit ihr zusammen. Familie Nidermayer zeichnete die beiden Feinmechaniker für langjährige Treue aus: Binder für 45 Jahre bei Bavaria Zeitdienst und Spitzhirn für 40 Jahre bei Turmuhren Nidermayer.
Beide hatten als Lehrlinge bei den Familienbetrieben angefangen und die Firma nie verlassen. Das freut Walter und Michael Nidermayer. „Von Kunden erhalten wir oft die Rückmeldung, dass es sehr schön ist, so lange von derselben Person betreut zu werden.“ Schließlich sei eine feste Beziehung zum Kunden von besonderer Bedeutung. Zum Dank gab es von den Chefs Urkunden und eine Auszeichnung von der IHK.
Binder trat im August 1965 in die Feinmechanikerlehre bei Nidermayer ein. Der Monatslohn des 14-Jährigen betrug damals lediglich 40 Mark – freilich bei einem anderen Preisniveau.
Spitzhirn kam als 15-Jähriger zu Nidermayer. Während ihrer Dienstzeit erlebten die beiden Mitarbeiter einen radikalen Wandel im Geschäft mit der Zeit. Technische Neuerungen kamen und durch die Digitalisierung der Zeiterfassungsgeräte
fielen viele Arbeitsschritte und Wartungsarbeiten weg. Reparieren war gestern – ein defektes Gerät wird heute einfach ausgetauscht. Spitzhirn bedauert das Sterben der Mechanik. Die Arbeitserfahrung sei eine ganz andere. „Bei der Arbeit
an mechanischen Uhrwerken sieht man noch, was man getan hat“, sagte Spitzhirn. „Mechanik muss gepflegt und gewartet werden.“
Walter Nidermayer führt Turmuhren Nidermayer in vierter Generation. Die vor 45 Jahren gegründete Bavaria Zeitdienst leitet sein Sohn Michael.
Historische Uhren:
(Von Markus Rother, MZ)